Narben

Narben und Dehnungsstreifen/Schwangerschaftstreifen gehören zu den störenden Hautveränderungen, die mit unterschiedlichen Methoden behandelt werden können. Dabei hängt es von der Narbe beziehungweise vom Ausmaß der Dehnungsstreifen ab, um zu entscheiden, welche Methoden zum Einsatz kommen oder auch zusammen in Kombination ein besonders erfolgsversprechendes Behandlungsergebnis erzielen.

Hypertrophe Narben und Keloide

Narben entstehen im Heilungsverlauf von Wunden. Sie können verschiedene Formen und Farben annehmen. Im Idealfall liegen sie in der Haut und haben auch dieselbe Hautfarbe, so dass sie insgesamt recht unauffällig sind. Leider kommt es in einigen Fällen zu überschießenden Narben, die dann Keloide oder hypertrophe Narben genannt werden.

Behandlungsmöglichkeiten

Zur Narbenbehandlung bieten wir folgende Behandlungsmöglichkeiten an:

  • Kortison für hypertrophe (erhobene) Narben und Keloide (hemmt Kollagenproduktion)
  • Filler für atrophe (eingesunkene) Narben, wie zum Beispiel Hyaluronsäure oder Eigenfett auf das Niveau der umgebenden Haut anheben
  • Dermabrasion, um mit über 30 000 Umdrehungen pro Minute beispielsweise Aknenarben abzuschleifen
  • Chemische Peelings für tiefe Narben
  • Lasertherapie als sehr wirkungsvolle Narbenbehandlung. Ganz besonders eignet sich hierfür das revolutionäre fraktionierte Verfahren mit unserem CORTEX System (Ablation Erbium Nd:YAG und CO₂) von Cynosure.

Keloide bilden sich Wochen nach Verletzungen aus und können bis zu mehrere Jahre weiter wachsen, d.h. immer knotiger und panzerartiger werden. Anfangs sind Keloide oft rot gefärbt, später haben sie meist eine bräunliche Farbe. Keloidbildungen bei größeren Verletzungen oder Verbrennungen können gefährlich werden, da sie sich im Laufe der Zeit zusammenziehen können und dann möglicherweise Gelenke nicht mehr richtig bewegt werden können.

Keloide werden, sobald sie sich ausbilden, mit verschiedenen Mitteln behandelt: Zum Beispiel kommen Druckverbände oder medikamentöse Steroide in Form von Pflastern, Gelen oder Injektionen zur Anwendung, die verhindern sollen, dass sich die Keloidbildung fortsetzt.

In einer sehr frühen Phase des Keloids gibt es auch die Möglichkeit einer Röntgenweichbestrahlung, die eine Progression aufhalten kann und das Keloid auch etwas bessern kann. In fortgeschrittenen Fällen müssen die einzelnen Narbenstränge des Keloids operativ gelöst werden, um Gelenkbeweglichkeiten zu bewahren. Leider kommt es danach häufig zu einem Wiederauftreten des Keloids. Insgesamt ist die Therapie häufig sehr langwierig.

Eine neue Möglichkeit der Keloidbehandlung stellt eine Laserbehandlung dar, die bei diesem schwierig zu behandelnden Krankheitsbild teils gute Ergebnisse liefert.

Für kleinere und leicht überstehende Narben gibt es die Möglichkeiten eines Fruchtsäure-Peelings oder der Mikrodermabrasion, wo feine obere Hautschichten nach und nach entfernt werden.

Was kann eine Lasertherapie bei Narben oder Keloiden verbessern?

In unserer Praxis stehen verschiedene hochmoderne Lasersysteme zur Verfügung, die zur Behandlung von Keloiden oder Narben genutzt werden können. Besonders die typischen roten Keloide sprechen sehr gut auf eine Behandlung mit dem Farbstofflaser an. Dabei werden vorhandene Blutgefäße, die dem Keloid die rote Farbe verleihen, verödet und bilden sich zurück. Das Keloid ist so nicht beseitigt – aber kosmetisch nicht mehr so auffällig, was besonders im Gesicht oder Dekolleté von Vorteil ist.

Andere Narben, besonders wenn sie eine vermehrte Pigmenteinlagerung aufweisen, können gut mit einem anderen, oberflächlich abtragenden Laser behandelt werden. Diese Methode eignet sich für Aknenarben, Operationsnarben und andere. Die Pigmentierung geht mit der Behandlung deutlich zurück, und auch überschießendes Gewebe kann zumindest etwas verringert werden.

Grundsätzlich gilt: Narben lassen sich nie vollständig entfernen, aber wir können Ihnen helfen, ein ästhetisch ansprechenderes und unauffälligeres Ergebnis zu erreichen.